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Die obligatorische Anwesenheitsregistrierung IN und OUT wird auf Immobilienarbeiten (mit Ausnahme von Reinigungstätigkeiten) und die Lieferung von Frischbeton ausgeweitet. Dies gilt für Standorte, an denen Arbeiten durchgeführt werden, deren Gesamtbetrag ohne Mehrwertsteuer mindestens 500.000 Euro beträgt (Programmgesetz vom 30. Mai 2026, Titel 6, Kapitel 1, Art. 124 bis 131).

Um eine voll funktionsfähige Anwendung zu gewährleisten und Ihnen ausreichend Zeit zur Vorbereitung zu geben, tritt die Registrierungspflicht erst am 1. April 2027 in Kraft.

Check in and out at work

Check in and out at work ist der Onlinedienst zur Registrierung der Anwesenheit am Arbeitsplatz in bestimmten Bereichen.

Seit dem 1. September 2024 ist jede Person, die bestimmte Reinigungstätigkeiten ausführt, verpflichtet, den Beginn und das Ende ihrer Arbeitszeit sowie ihre Pausen zu registrieren.

Ab dem 1. April 2027 ist jede Person, die bestimmte Immobilienarbeiten (Bau, Elektroarbeiten, Tischlerarbeiten, Erdarbeiten usw.) durchführt und Frischbeton liefert, verpflichtet, die Ankunft und das Verlassen der Baustelle, auf der sie tätig ist, zu registrieren.

Welche Reinigungstätigkeiten müssen registriert werden?

Es handelt sich ausschließlich um „Tätigkeiten, deren Zweck darin besteht, eine Immobilie im Auftrag eines Dritten zu reinigen“, und deren Gesamtbetrag ohne Mehrwertsteuer einen bestimmten Schwellenwert erreicht oder übersteigt, nämlich:

  • 30.000 Euro ohne Subunternehmer;
  • 5.000 Euro mit einem Subunternehmer;
  • kein Grenzwert ab 2 Subunternehmern.

Folglich wird die Registrierung obligatorisch, wenn eine verkettete Meldung beim Onlinedienst Arbeitsmeldung erforderlich ist.

Was genau muss registriert werden?

Jeder Arbeitnehmer, der die beabsichtigten Reinigungstätigkeiten ausführt, erfasst:

  • den Beginn und das Ende der Tätigkeiten, und
  • Pausen.

Es gibt zwei Arten der Registrierung: in und out. Die „in“-Registrierung muss erfolgen, wenn die Person, die die Arbeit ausführt, mit der Arbeit beginnt. Die „out“-Registrierung muss am Ende der Arbeit erfolgen. Beginn und Ende von Pausen müssen auf die gleiche Weise registriert werden. Die „out“-Registrierung erfolgt zu Beginn der Pause. Die „in“-Registrierung erfolgt am Ende der Pause.

Welche Immobilienarbeiten müssen registriert werden?

Ab dem 1. April 2027 gilt die Registrierungspflicht für alle Personen, die bestimmte Immobilienarbeiten (mit Ausnahme von Reinigungsarbeiten) ausführen und Frischbeton auf eine Baustelle liefern, deren Gesamtkosten ohne Mehrwertsteuer mindestens 500.000 EUR betragen.

Die Registrierung der Anwesenheiten wird verpflichtend, sobald dieser Betrag erreicht ist, sei es zu Beginn der Arbeiten oder während der Durchführung.

Was genau muss registriert werden?

Jede Person, die bestimmte Immobilienarbeiten (mit Ausnahme von Reinigungstätigkeiten) durchführt und Frischbeton liefert, ist verpflichtet, selbst die Ankunft und das Verlassen der Baustelle, auf der sie tätig ist, zu registrieren.

Es gibt zwei Arten der Registrierung: in und out. Die „in“-Registrierung muss zu dem Zeitpunkt erfolgen, zu dem die Person, die die Arbeit ausführt, auf der Baustelle eintrifft. Die „out“-Registrierung muss hingegen erfolgen, wenn dieselbe Person die Baustelle verlässt.

Die Verantwortung für die Registrierung liegt sowohl bei dem Unternehmen, das jemanden für die Arbeit einsetzt, als auch bei der Person, die die Arbeit ausführt.

Arbeitnehmer, Selbstständige, Zeitarbeiter, Aushilfskräfte und Praktikanten registrieren ihre Anwesenheit am Arbeitsplatz selbst in Echtzeit. Als Arbeitgeber können Sie die Registrierung nicht im Voraus vornehmen.

Arbeitgeber

Als Arbeitgeber, Bauunternehmer oder Unternehmen, das einen Vertrag mit einem Auftraggeber hat, nutzen Sie den Onlinedienst Check in and out at work, um die Registrierungen Ihrer Mitarbeiter abzufragen.

Sie müssen sicherstellen, dass Ihre Arbeitnehmer, Subunternehmer und Arbeitnehmer von Subunternehmern registriert sind. Dafür müssen Sie:

  • den von Ihnen eingesetzten Subunternehmern ein Registrierungssystem zur Verfügung stellen oder in gegenseitigem Einvernehmen vereinbaren, dass der Bauunternehmer und etwaige Subunternehmer eine alternative Methode der Registrierung nutzen;
  • sicherstellen, dass die Daten Ihres Unternehmens auch tatsächlich und korrekt aufgezeichnet und an die Datenbank übermittelt werden;
  • Ihren Arbeitnehmern ein Registrierungsmittel zur Verfügung stellen, das mit dem Registrierungsmittel am Arbeitsplatz kompatibel ist, und
  • Ihre Mitarbeiter über das Registrierungsverfahren informieren.

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter

Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Registrierungspflicht und darüber, wie sie sich registrieren können:

Für Reinigungstätigkeiten können Sie folgende Mittel verwenden:

Für sonstige Immobilienarbeiten und die Lieferung von Frischbeton stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

Melden Sie Registrierungsfehler

Wenden Sie sich innerhalb von 30 Tagen nach dem Registrierungsdatum an das LSS, um, unter Vorlage von Nachweisen, Änderungen der Registrierungen Ihrer eigenen Mitarbeiter zu beantragen.

Arbeitnehmer, Selbstständige, Zeitarbeiter, Aushilfskräfte und Praktikanten?

Arbeitnehmer, Selbstständige, Zeitarbeitskräfte, Aushilfskräfte und Praktikanten, die bestimmte Reinigungsarbeiten ausführen, müssen den Beginn und das Ende ihrer Arbeitsleistung am Arbeitsplatz registrieren. Außerdem müssen sie ihre Pausen angeben.

Arbeitnehmer, Selbstständige, Zeitarbeitskräfte, Aushilfskräfte und Praktikanten, die andere Immobilienarbeiten ausführen, müssen ihre Ankunft am Arbeitsplatz und ihr Verlassen des Arbeitsplatzes registrieren. Dagegen müssen sie ihre Pausen nicht erfassen.

Sie verwenden Check in and out at work, um:

  • sich vor Ort in Echtzeit zu registrieren;
  • ihre eigenen Registrierungen einzusehen.

Für Selbstständige, die Subunternehmer beschäftigen, gelten dieselben Regeln wie für Arbeitgeber.

Unternehmen, die Zeitarbeiter einsetzen, müssen diesen Zeitarbeitern ein Registrierungsmittel zur Verfügung stellen oder die Registrierungsmethode festlegen.

Melden Sie Registrierungsfehler

Arbeitnehmer, die einen Fehler in ihrer Registrierung feststellen, müssen dies ihrem Arbeitgeber innerhalb von 30 Tagen nach dem Registrierungsdatum melden.

Selbständige wenden sich an das LSS, um eventuelle Änderungen bei ihren Registrierungen zu melden.

Für ausländische Unternehmen

Um als Unternehmen Zugang zum sicheren Onlinedienst Check in and out at work zu erhalten, muss Ihr Unternehmen zunächst bei der Zentralen Datenbank der Unternehmen (ZDU) eingetragen sein. Wenden Sie sich dazu an einen zugelassenen Unternehmensschalter. Die Liste der zugelassenen Unternehmensschalter finden Sie auf der Website des FÖD Wirtschaft.

Als gesetzlicher Vertreter des Unternehmens wird Ihnen eine BIS-Nummer zugeteilt. Sobald Ihr Unternehmen bei der Zentralen Datenbank der Unternehmen eingetragen ist, erhält es eine Unternehmensnummer.

Wenn Sie den oben genannten Schritt abgeschlossen haben, benötigen Sie noch einen anerkannten digitalen Schlüssel, um sich bei einem sicheren Onlinedienst über CSAM anmelden zu können. Anerkannte Schlüssel sind itsme, eIDAS oder ein Benutzername/Passwort mit einem Code über eine mobile App oder per E-Mail („TOTP“).

Melden Sie sich bei CSAM mit Ihrer Unternehmensnummer, Ihrer BIS-Nummer und Ihrem digitalen Schlüssel an. Als gesetzlicher Vertreter Ihres Unternehmens können Sie sich zum Hauptzugangsverwalter ernennen, um die Zugänge zu Ihren Onlinediensten zu verwalten. Als Hauptzugangsverwalter bestimmen Sie, welche Mitarbeiter Zugang zum Onlinedienst haben. Sie können auch Mitarbeiter als Zugangsverwalter ernennen, die Sie bei der Verwaltung unterstützen.

Sobald dieser Schritt erfolgt ist, können Sie und Ihre Mitarbeiter sich über die Schaltfläche auf dieser Seite bei dem sicheren Onlinedienst Check in and out at work anmelden.

Für ausländische Arbeitnehmer und Selbstständige

Um Zugang zum sicheren Onlinedienst Check in and out at work zu erhalten, benötigen ausländische Arbeitnehmer und Selbstständige anerkannte digitale Schlüssel wie itsme, eIDAS oder einen Sicherheitscode per E-Mail oder in einer mobilen App (TOTP).

Melden Sie sich mit einem der folgenden digitalen Schlüssel bei Check in and out at work an:

  1. MyGov.be: Sie können diese Option wählen, wenn Sie im Besitz eines belgischen elektronischen Personalausweises sind. Weitere Informationen finden Sie auf der Online-Hilfeseite auf der Website MyGov.be.
  2. itsme: Sie können diesen digitalen Schlüssel verwenden, wenn Sie im Besitz eines belgischen elektronischen Personalausweises sind. Weitere Informationen finden Sie auf der itsme-Seite des Hilfezentrums von CSAM.
  3. eIDAS: Wenn Sie keinen belgischen Personalausweis, aber einen anderen anerkannten europäischen elektronischen Identitätsnachweis haben, können Sie diesen digitalen Schlüssel verwenden. Um herauszufinden, ob Ihr elektronischer Identitätsnachweis Sie dazu berechtigt, klicken Sie auf „Mit einem von der EU anerkannten elektronischen Identitätsnachweis anmelden“. Sie erhalten dann eine Übersicht über die Länder, die einen aktiven elektronischen Identitätsnachweis haben.
    Wenn Sie sich zum ersten Mal bei eIDAS anmelden, benötigen Sie Ihren europäischen elektronischen Identitätsnachweis, Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Telefonnummer. Wenn Sie noch keine belgische Nationalregisternummer oder BIS-Nummer haben, wird eine Nummer erstellt. Weitere Informationen finden Sie auf der eIDAS-Seite des CSAM-Hilfezentrums.
  4. E-Mail TOTP: Unterstützt Ihr Land die digitalen Schlüssel itsme oder eIDAS nicht und/oder haben Sie keine belgische nationale Identifikationsnummer (BIS-Nummer)? Dann vereinbaren Sie einen Termin für einen Videoanruf mit Sigedis, auf der Website belgianID. Sigedis prüft eine Reihe von Dokumenten, um festzustellen, ob Sie bereits eine BIS-Nummer haben. Wenn Sie keine haben, erstellt Sigedis eine Nummer für Sie. Über den Videoanruf hilft Sigedis Ihnen, einen digitalen Schlüssel zu erhalten.

Die gesetzliche Grundlage für die Anwesenheitsregistrierung in der Reinigungsbranche finden Sie im Programmgesetz vom 26.12.2022, Titel 4, Kapitel 1, Artikel 22 bis 48, und Kapitel 2, Artikel 49 (§9 Artikel 30 bis des Gesetzes vom 27.06.69).

Die Rechtsgrundlage für die Anwesenheitsregistrierung bei Immobilienarbeiten – mit Ausnahme von Reinigungsarbeiten – sowie die Lieferung von Frischbeton finden Sie in Abschnitt 4 von Kapitel V des Gesetzes vom 4. August 1996 über das Wohlergehen der Arbeitnehmer bei der Ausübung ihrer Arbeit.

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